Maderpedia

Der Elektromotorrad Ratgeber

Die Anschaffungskosten sind leicht höher als bei einem herkömmlichen Motorrad mit Verbrennungsmotor, da die Technik komplexer und hochwertigere und teurere Komponenten verbaut werden.

Allerdings sind die Folgekosten wie bspw. Wartungskosten wesentlich geringer.

Außerdem keine KFZ-Steuer für 10 Jahre, geringere Versicherung (weniger Kw eingetragen: siehe Link Nennleistung), Betriebskosten „Benzin zu Strom“ ist deutlich günstiger. geringerer Wertverlust, da noch nicht so viele gebrauchte Motorräder angeboten werden. Leider gibt es in Deutschland keine Förderungen für Elektro Motorräder.

Wir haben Fahrzeuge der Klasse L3e-A1 bis 11 KW Motorleistung (entspricht bis 125 ccm) welche Geschwindigkeiten zwischen 85 und 136 km/h erreichen.

Bei den Fahrzeugen mit mehr als 11 KW (Klasse L3e-A2 und L3e-A3) erreichen wir Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 240km/h.

Beschleunigung: 0-100km/h Zero SR/F 3,1 Sekunden mit 190 Nm Drehmoment Energica Ego+ unter 3 Sekunden mit 215 Nm Drehmoment

Die Motorstärken variieren von Modell zu Modell, so dass für jeden Anspruch etwas dabei ist: 11 KW (33 KW) / 22 KW (52 KW) / 40 KW (82 KW) / 107 KW

Bei Elektromotoren unterscheidet man zwischen der Nennleistung (auch Dauerleistung oder Nenndauerleistung genannt) und der Nutzleistung (Wert in Klammern).

Die Nennleistung ist in den Fahrzeugpapieren (Zulassungsbescheinigung Teil I) eingetragen, was den Versicherungsbeitrag beeinflusst. Außerdem richten sich die Fahrerlaubnisklassen nach der eingetragenen Leistung in KW.

Als Nennleistung bezeichnet man die Leistung, die ein Motor in einem Zeitraum von 30 Minuten abgeben kann (Durchschnittswert bzw. Mittelwert der Leistung). Dabei darf der Temperaturanstieg einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Die Nennleistung ist also ein Durchschnittswert. Nun ist es so, dass die maximale Nutzleistung, auch momentane Maximalleistung genannt, bei Elektromotorrädern in der EU gesetzlich unbegrenzt ist. Die augenblickliche Leistung eines Motors ist nicht begrenzt oder definiert und unterscheidet sich stark von der Nennleistung. Man kann mehr Leistung nutzen als im den Papieren eingetragen ist.

Akustik und Sound eines Elektro Motorrad.

Beim Fahren mit einem Elektro Motorrad entsteht kein Lärm, somit werden Mensch und Umwelt nicht durch Motor- und Auspufflärm belästigt.

Dennoch muss man nicht komplett auf die Geräusche von Geschwindigkeit verzichten:

Der Elektromotor sowie der Riemen erzeugen ein Geräusch, welches an einen leisen Kampfjet beim Starten erinnert! Bei Kettenantrieb hört man das „Rasseln“ der Kette stärker als bei den Verbrenner-Motorrädern.

Ab 60km/h Fahrgeschwindigkeit hört man dann nur noch den Fahrtwind. Einige Kunden sind fasziniert, dass man beim Fahren die Vögel zwitschern hört. Andere sind begeistert, dass sie sich mit dem Sozius während der Fahrt problemlos unterhalten können! Anwohner von beliebten „Rennstrecken“ würden sich freuen, wenn nur noch e-Motorräder sonntags fahren würden.

Wartung eines Elektro Motorrad.

Viele Elektro Motorräder kommen ohne Flüssigkeiten wie Motor- und Getriebeöl sowie Kühlflüssigkeiten aus. Dadurch sind auch keine Filter wie Ölfilter, Luftfilter etc. verbaut. Zero Software-Updates sind kostenlos.

Kostenbeispiele:

e-Roller: 39,- bis 69,- € / Jahr

e-Motorrad bis 11 KW: 79,- bis 99,- € / Jahr

e-Motorrad ab 11 KW: 99,- bis 149,- € / Jahr Energica 249,- bis 349,- € / Jahr

Wie bei jedem anderen Motorrad auch fallen dann noch die normalen Verschleißkosten für z.B. Reifen, Bremsen und Bremsflüssigkeiten an. Die Wartung ist nur bei zertifizierten Händlern möglich, da ansonsten Garantieansprüche entfallen.

Wartungsintervalle bei ZERO:

1000km oder 1 Monat, danach alle 6000km oder 6 Monate
bei Energica: 500km oder 1 Monat // 1000km oder 2 Monate, danach bei 5000 // 10000 // 15000 etc oder alle 6 Monate

Reichweite eines Elektro Motorrad.

Die Reichweite ist von vielen Faktoren abhängig.

Zum Beispiel vom Fahrprofil bzw. Fahrmodi.

Je nach eingestelltem Fahrmodi passe ich meine Fahrweise an. Der ECO-Modus ist auf Reichweite ausgelegt. Drehmoment und V-Max sind begrenzt, d. h. wenn ich diesen Modus einstelle, dann fahre ich auch entsprechend Kapazität schonend. Der Sport-Modus ist die sportliche Fahrweise. Dadurch auch geringere Reichweite als im ECO-Modus, da volles Drehmoment und volle V-Max abrufbar sind. Dadurch höherer Akku-Verbrauch.

Auch die Außentemperatur kann bei E-Motorrädern entscheidend sein.

In Temperaturbereichen von 15-25 Grad gibt es keine Einbußen in der Reichweite, da der Akku die volle Kapazität hat. Bei Temperaturen zw. 0-15 Grad hat man ca. 10-25% weniger Kapazität. Streckenprofil. In Region mit Bergen bzw. viel Höhenunterschied kann man durch die Rekuperation (Energierückgewinnung) durchaus mehr Kilometer fahren. Viel bergab bedeutet viel Energie in den Akku laden, dadurch mehr Reichweite.

Eigene Erfahrung: Pass in Österreich: 72% hoch / 74% runter an der gleichen Stelle! +2% und die gesamte Strecke neutral+2% Reichweite in Zahlen: 120 – 300km laut Hersteller und eigener Erfahrungen.

Ladezeit eines Elektro Motorrad.

Die Ladezeit ist abhängig von der Größe des Akkus, Ladezustand (SoC = State of Charge), Ladegerät bzw. Ladeleistung ab (Stromstärke in Ampere).

Bsp.:

14.4 kwh Akku mit dem 1300Watt Onboard-Charger ca. 9 Stunden

14.4 kwh Akku mit dem 3000Watt Onboard-Charger ca. 4,5 Stunden

14.4 kwh Akku mit dem 6000Watt Onboard-Fast-Charger ca. 2,5 Stunden

14.4 kwh Akku mit dem 12000Watt Onboard-Fast-Charger ca. 1 Stunde *

Zero Motorcycles Modell SR/F mit optionalen Zusatz-Ladegeräten 21.5 kwh Akku mit CCS (Combined Charging System) mit 25000Watt Fast-Charger (extern DC) 80% in 40 Minuten

Wir haben dein Interesse geweckt?